Sieh das nicht so eng!

20150816_PanoramaAuf der Reise durch verschiedene europäische Hauptstädte erfährst du heute, wie einfach du eindrucksvolle Panorama-Fotos aufnehmen kannst. Neben ein paar Beispielbildern zeige dir, wo sich Panoramas besonders gut eignen und was du hierfür benötigst.

Neue Perspektive in der Stadt der Liebe

Jana ist für eine Woche in Paris. Nachdem sie mit ihren Freundinnen bereits die Champs-Elisées entlang gelaufen ist und Notre Dame besucht hat, geht es heute auf das wohl bekannteste Wahrzeichen von Paris: den Eiffelturm. Es ist sehr heiß. Daher hat sich Jana für leichtes Gepäck entschieden: Ein kleiner Tagesrucksack, eine Flasche Wasser, Geldbeutel und Handy. Mit so wenig Last auf den Schultern fiel ihr die Entscheidung etwas leichter, die 704 Stufen bis zur ersten Etage zu Fuß zu gehen. „Einmal einen Blick über Paris genießen!“, hatte sie sich schon gewünscht, als sie zu Hause den Trip nach Frankreich gebucht hat.

Immer wieder werfen Jana und ihre Freundinnen einen Blick zur Seite und sehen, wie die Menschen und Bäume immer kleiner werden. Auf den Stufen nach oben ist es eng. So viele Menschen, die Paris ebenfalls aus der Vogelperspektive erleben wollen. Es scheppert und rumpelt auf den Stufen über ihrem Kopf. „Gleich hab ich es geschafft.“, denkt sie sich und ist schon voller Vorfreude. Nach der ersten Etage geht es weiter im Fahrstuhl und landen auf der oberen Plattform. Raus aus dem Gedränge im Fahrstuhl sucht sich Jana ein freies Plätzchen an der Außenkante der Plattform (was bei den vielen Menschen gar nicht so einfach ist!). Ein warmer Luftzug fährt ihr über den Nacken als er die ersten Sekunden den Blick über die Stadt in sich aufsaugt. „Was für ein Ausblick!“, flüstert sie vor sich hin.

Einige Augenblicke später zückt sie ihr Handy und fotografiert Paris aus dieser tollen Perspektive. Die Stadt im Querformat, hochkant und ein Selfie mit den Mädels hat sie nach kurzer Zeit „im Kasten“. So wird sie sich auch später immer wieder an diesen schönen Moment erinnern können: Der etwas mühsame Aufstieg, die Vorfreude, die Fahrt mit dem Fahrstuhl und letztlich der Moment, als sie diese wunderschöne Stadt wie ein Vogel bewundern konnte.

Einzelne Fotos allein sind schon eine tolle Gelegenheit, Orte und Sehenswürdigkeiten festzuhalten. Stehst du jedoch direkt vor dem Eiffelturm oder einem lang gestreckten Gebäude, hast du mit einer Zusatzfunktion „Panorama“ an deinem Handy die Möglichkeit, das gesamte Motiv auf einem einzigen Foto festzuhalten.

Wie funktioniert der Panorama-Modus?

Genau genommen macht deine (Handy-)Kamera im Panorama-Modus nicht nur ein Foto, sondern viele einzelne Bilder hintereinander. Nachdem zweiten Auslösen rechnet die Kamera alle Bilder nebeneinander und schlussendlich hast du eine einzige Aufnahme auf deinem Handy gespeichert.

Wann ist ein Panorama sinnvoll?

Ist dein Motiv im Verhältnis zum Rest des Fotos besonders hoch (Turm, Statue, …) oder breit (Gebäude, Mauer, Landschaft), eignet es sich besonders gut, hiervon ein Panorama-Foto aufzunehmen.

Anhand dieser Beispielfotos kannst du erkennen, um wie viele Details dein Foto durch eine Panorama-Aufnahme ergänzt wird:

Motiv 1 OHNE Panorama-Modus

Palatinum in Rom

Motiv 1 MIT Panorama-Modus (quer)

Palatinum in Rom

Wie nehme ich ein Panorama-Foto auf?

Willst du ein Panorama-Foto aufnehmen, beachtete diese Punkte:

  • Erkundung: Stelle dich auf eine geeignete Position und schwenke einmal komplett dein Motiv ab (180° oder 360°)
  • Objekte: Wenn es möglich ist, sollten wenige bewegte Objekte* (Menschen, Autos) um dich herum sein
  • Standpunkt: Während der Aufnahme bleibe ruhig stehen, damit das Bild nicht zu sehr verwackelt.

Die einzelnen Schritte an deinem Handy zeige ich dir in diesem Video (anhand eines Samsung S4 mini):

In 5 Schritten zu deinem Panorama-Foto:

  1. Panorama-Modus einschalten
  2. Den äußersten Punkt deines Motivs auswählen
  3. Auslösen
  4. Kamera ruhig halten und langsam „entlang des Balkens“ das Motiv „abfahren“
  5. Zum Abschluss erneut auslösen

Der Glaskugel-Effekt

Betrachtest du anschließend dein Foto, stellst du schnell fest: Es ist wie ein Blick durch eine Glaskugel. Die Verzerrung auf dem Motiv entsteht dadurch, dass du dein Handy bei der Aufnahme im Kreis drehst. Dieser Effekt würde verschwinden, wenn du eine 360°-Aufnahme ausdruckst und die beiden Enden aneinander heftest. Im Inneren des Rings hättest du die tatsächliche Rund-Umsicht, so wie du sie vor Ort mit deinen eigenen Augen gesehen hast.

Mehr Freiheit im Format

Ist deine Handykamera im Panorama-Modus, hast du sogar mehr Freiheiten, was die Formatauswahl angeht. Im Beispiel oben hast du ein Panorama im Querformat gesehen. Hierbei habe ich das Handy ebenfalls quer gehalten.

Eine 180° oder auch 360° Aufnahme entlang des Horizonts kannst du allerdings auch im Hochformat aufnehmen. Das sieht dann beispielsweise so aus:

Motiv 2 MIT Panorama-Modus (hochkant; entlang Horizontale)

Petersplatz im Vatikan

Da ich hier sowohl den Dom als auch die Menschenkette aufnehmen wollte, entschied ich mich für ein Hochkant-Panorama entlang des Horizonts. Am besten probierst du beide Varianten einmal am gleichen Motiv aus. Du wirst schnell merken, welche Variante besser geeignet ist.

Ein sehr hoher Turm, eine Statue oder Kirche kannst du ebenfalls im Panorama-Modus aufnehmen. Orientiere dich dann bei der Aufnahme an einer gedachten, vertikalen Linie, die du mit deinem Handy „abfährst“.

Motiv 3 MIT Panorama-Modus (hochkant; entlang Vertikale)

Spire - Wahrzeichen in Dublin

So einfach machst du ein Panorama-Foto. Übrigens: Jana wird es oben auf dem Eiffelturm wohl nicht gelingen, eine 360°-Aufnahme von Paris zu machen. Aber soweit es ihr ihre Arme erlauben, kann sie durch das Gitter von weit rechts nach links ebenfalls ein Panorama aufnehmen.


Fazit

Im Modus „Panorama“ deiner Handykamera kannst du kreativ werden und deine Umgebung in einer neuen Dimension aufnehmen. Eine weite Landschaft, ein breites oder hohes Gebäude oder einen einzigartigen Rund-um-Ausblick hältst du so in einem Foto fest. Variiere dabei sowohl im Format (hochkant oder quer) oder der Richtung (horizontal, vertikal). Und da du diese tollen Effekte direkt mit deinem Handy aufnimmst, kannst du deinen Liebsten zu Hause einen ganz realen Eindruck von den Ausblicken schicken, die du gerade live mit deinen eigenen Augen siehst.

Wo wirst du diese Funktion als nächstes testen? Oder hast du es direkt bei dir zu Hause getestet? Schreibe mir von deinen Erfahrungen oder teile deine Tipps, wie du tolle Panorama-Motive auf Reisen findest. Ich freue mich sehr, von dir zu lesen oder sogar das eine oder andere Bild von dir zu sehen. Schicke mir das einfach an susanne@emotures.de oder teile es auf meiner facebook-Seite.

Zeige, was du siehst von der Welt!

Eine gute Reise wünscht dir,

deine

Susanne Kumm

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