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Das Geheimnis schöner Nachtaufnahmen

Nachts gute Fotos aufnehmen

Ganz egal, ob du mit deinem Handy oder einer Kamera fotografierst: Bisher hast du sicherlich den „Standardmodus“ genutzt. Machst du Bilder tagsüber und hast du Motive, die einigermaßen still stehen, ist das vollkommen ausreichend. Zumindest wenn du mit dem Ergebnis auf dem Display oder zu Hause auf dem Monitor zufrieden bist. Schaust du dir jedoch später Fotos aus Situationen an, in denen sich viel bewegt hat oder es langsam dunkel wurde, hast du doch das eine oder andere Bild gelöscht. Verwackelt, unscharf oder irgendwie krisselig – das will keiner sehen, also weg damit. Löschen.

Heute zeige ich dir, wie du mit ein paar Kniffen auch in schwierigen Lichtverhältnissen tolle Fotos aufnehmen kannst. Genauer: Es geht um Aufnahmen in dunkleren Räumen oder auch Szenen wie beispielsweise eine Skyline bei Nacht. Was du hierfür brauchst und was ab sofort nicht mehr, weißt du am Ende dieses Blogartikels.

Der richtige Modus

Je nach Kamera (einen Überblick über die verschiedenen Kameraklassen findest du hier), greifst du entweder auf automatische Voreinstellungen zurück oder du kannst manuell verschiedenes am Aufnahmemodus verändern.

Fotografierst du mit einer Kompaktkamera oder ganz einfach mit deinem Handy, dann wähle in den Aufnahmemodus den Nachtmodus aus. Das ist schon mal ein guter Anfang. Wenn du jetzt den Auslöser betätigst, passiert aber in der Regel folgendes: Die Kamera nimmt ein Foto auf und – tadaaa – es ist verwackelt. Ganz gleich, wie ruhig du die Kamera hältst und vielleicht sogar die Luft anhältst. Warum ist das so, fragst du dich? Hierzu schauen wir am besten, was im manuellen Modus bei einer Spiegelreflexkamera passiert:

Es werde Licht …

Ich lese ungern trockene Theorie, daher tu ich dir das auch nicht an. So starte ich an dieser Stelle mal mit einem anschaulichen Beispiel: Stell dir vor, du bist in einem Raum. Von draußen scheint die Sonne durch ein Fenster. Du gehst Richtung Tür und kannst mühelos allem Ausweichen, was dir im Weg steht. Schließt du aber das vollverdunkelnde Außenrollo, siehst du gar nichts mehr und auf dem Weg zur Tür sind blaue Flecken an den Schienbeinen vorprogrammiert. Autsch.

Ein Kamerasensor funktioniert ähnlich wie deine Augen. Wird ein Gegenstand angeleuchtet, wird er dadurch sichtbar, dass das reflektierende Licht auf unsere Netzhaut oder eben auf den Kamerasensor trifft. Der Gegenstand wird „sichtbar“. Je weniger Licht jedoch in deine Kamera eindringt, desto schlechter kann sie das gewünschte Motiv abbilden. Es hebt sich nun nicht mehr so stark von der Umgebung ab.

Jetzt denkst du vielleicht „Liebe Susanne, nachts ist es aber nunmal dunkel!“ Ja, nachts scheint in unseren Breitengraden in der Regel nicht die Sonne. Aber auch Lichtquellen wie Laternen, Lampen oder Kerzen geben oft ausreichend Licht für dein Foto. Diese Lichtquellen verstärkt der Nachtmodus deiner Kamera. Und das Ergebnis ist ein stimmungsvolles Motiv, in dem das rüberkommt, was du selbst mit deinen Augen siehst.

Wieso ISO?

Du kannst an manchen Kameras manuelle Einstellungen verändern, mit denen du externe Lichtquellen besser ausnutzt. Das gelingt zum einen durch Erhöhen der Empfindlichkeit des Kamerasensors. Ein hoher ISO-Wert (so die internationale Bezeichnung) gibt eine hohe Empfindlichkeit an. Tagsüber ist ein ISO-Wert zwischen 200 und 400 üblich (bei starkem Sonnenlicht 100), nachts kann man je nach Kameramodell einen Wert bis zu 10.000 oder mehr einstellen. Doch selbst in der Handykamera kannst du manuell den ISO-Wert auf bis zu 800 erhöhen.

Die Lichtempfindlichkeit geht Hand in Hand mit der Dauer, wie lange dein Motiv überhaupt belichtet werden soll. Zur Erinnerung: Wenn nur eine Millisekunde Licht in deinen Raum fällt, hast du Mühe, die Hand vor deinen Augen zu sehen. Für Nachtaufnahmen ist eine Variante ein hoher ISO-Wert. Eine andere wäre eine lange Belichtungszeit. Beides wäre wie der Effekt, wenn du dich länger in einem dunklen Raum befindest: Deine Augen gewöhnen sich an die Dunkelheit und kommen nun auch mit minimalen Lichtquellen aus.

Die Antwort auf die oben gestellt Frage, weshalb Fotos nachts oft verwackeln, kann ich dir nach diesem Schwenk in die Technik einfach erklären: Der Nachtmodus deiner Kamera verändert die Aufnahmeeinstellungen, ohne dass es für dich sichtbar wird. Dabei wird einerseits der ISO-Wert erhöht (= höhere Lichtempfindlichkeit), andererseits wird die Belichtungszeit verlängert. Je länger deine Kamera das Motiv belichtet, desto ruhiger musst du die Kamera halten. Schon minimale Bewegungen bei der Aufnahme verursachen verwackelte Bilder.

Verwackelte Aufnahmen im Dunkeln – ohne mich!

Tipp: Im Dunkeln fotografieren mit Auflegen der KameraBehalte den Nachtmodus deiner (Handy-)Kamera bei. Das Wichtigste ist jetzt: Fotografiere im Dunkleln bzw. nachts nicht frei aus der Hand. Du kannst dich noch so sehr um ruhige Hände bemühen oder die Luft anhalten. Nachts reicht das in den meisten Fällen nicht aus. Suche dir stattdessen einen festen Untergrund, auf dem du deine Kamera auflegen kannst. Eine Mauer, ein Stuhl, der Fußweg, ein Baum oder auch der Rücken deiner Begleitung (wenn er oder sie mit den Händen auf die Knie gestützt ruhig steht) eignen sich ebenfalls als stabilen Untergrund. Oder ein Geländer, wie mein lieber Mann Simon es dir hier demonstriert. Mit dem Aufstützen der Kamera kannst du manuell den ISO-Wert wieder reduzieren, um somit lästiges „Rauschen“ zu verhindern. Das Foto wird nicht so krisselig.

Noch ein Tipp: Liegt das Objektiv nicht im richtigen Winkel zum Motiv, so kannst du mit einem Pulli oder einer Tasche unter der Kamera die Position korrigieren.

Das solltest du testen

Du weißt nun, wie wichtig eine wackelfreie Umgebung bei Nachtaufnahmen ist. Selbst das Auslösen der Kamera, also der Moment, in dem du den Knopf drückst, bewegt deine Kamera und kann das Bild verwackeln. Meine super gute Nachricht für dich an dieser Stelle lautet: Auch dem kannst du mit einem einfachen Trick vorbeugen: Benutze den Selbstauslöser. Den kennst du von Gruppenaufnahmen, wenn der Fotograf noch hektisch ins Bild springt, um alle abzulichten. Während man hierfür am besten eine Auslöseverzögerung von 10 oder 20 Sekunden einstellt (damit der Fotograf noch mal kurz durchatmen kann), genügt dir nachts der kürzeste Auslöser von zwei oder drei Sekunden. Du stellst also den Selbstauslöser ein, positionierst deine Kamera, drückst den Auslöser und sobald es „Klick“ macht, hast du ein Foto so knackig scharf wie eine frisch gepflückte Chilischote.

Licht an – Blitz aus!

Ja, du hast richtig gelesen: Wir verabschieden uns heute gemeinsam von dem eingebauten Lichtdingsi, der uns aufdringlicherweise im Dunkeln unaufgefordert seine Hilfe anbietet. Dahinter steckt sicher eine gute Absicht der Kamerahersteller. Aber was machen wir bloß mit all den kränklichen Vampirgesichtern, unappetitlichen, grün schillernden Pommes oder einem Lichtlein, das nachts wie ein müdes Glühwürmchen versucht, ein 200 m hohes Gebäude auszuleuchten? Dafür sind eingebaute Blitze einfach nicht gemacht. Wofür dann, kann ich dir auch nicht sagen. Blitze gehören für mich in die Studiofotografie.

Wenn du die oben genannten Tipps beherzigst, kannst du getrost auf den integrierten Blitz deiner (Handy-)Kamera verzichten und trotzdem tolle Nachtaufnahmen mit nach Hause bringen.


Fazit

Freue dich auf das Fotografieren bei Nacht. Mit diesen vielen Tipps bist du bestens gewappnet und eröffnest dir damit ein großes Feld für noch mehr, wunderschöne Urlaubserinnerungen. Zusammengefasst würde ich sagen:

Bring Licht ins Dunkel, aber bitte ohne Blitz,

deine

Susanne Kumm

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One Response so far.

  1. […] Kopfkissen oder auch eine Auflage für deine Kamera. Hier gibt´s mehr Tipps zum Thema schöne Nachtaufnahmen. Diese Reisehandtücher findest du zum Beispiel in Sportgeschäften. Ein praktisches Set (ein […]

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