Bist du eine Sabine oder eine Martina?

Entspannt reisen

Hektik in der Urlaubsvorbereitung ist ein weit verbreitetes Phänomen. Haben wir nicht schon genug Stress? Klar, im Urlaub ist dann Zeit zum Entspannen. Aber ich frage mich, warum denn überhaupt erst Stress aufkommen lassen? Heute lernst du Sabine und Martina kennen. Anhand ihrer Geschichte möchte ich dir zeigen, wie du dir deine Urlaubsvorbereitung erleichtern kannst. Ich möchte, dass du schon entspannt im Urlaub ankommst und diesen dann auch so richtig genießen kannst. Daher schenke ich dir heute 5 nützliche Tipps für entspanntes Reisen. Du kannst dir hier den Blogartikel anhören und dich dazu gemütlich auf deinen Sessel setzen. Lehn dich zurück, während ich dir erzähle, wie du deine nächste Reise ganz entspannt erlebst:

Zwei Reisen – zwei Geschichten

Die Entscheidung ist gefallen. Noch ein Klick. Fertig. Martina hat gerade ein Doppelzimmer in einem kleinen Hotel gebucht. Acht Tage Marrakesch. Das kleine Land im Norden Afrikas wollten sie und ihr Mann schon lange mal bereisen. Sie ist bei der spontanen Recherche im Internet auf diese hübsche Riad gestoßen. Eine gemütliche Unterkunft mitten im Herzen der Stadt. Noch am Schreibtisch sitzend, lehnt sich zurück in ihren Stuhl und schließt die Augen. Sie sieht sich in Gedanken schon mit ihrem Liebsten auf der Dachterrasse sitzen. Bei einem Sundowner lassen sie den ersten Tag ausklingen. „Das wird eine wundervolle Reise!“ denkt sie sich. In einer Woche geht es los.

Sabine hat ihren Urlaub schon Anfang des Jahres gebucht. Sie und ihr Mann fliegen nach Sardinien für eine 10-Tage-Rundreise mit dem Leihwagen. Die letzten Tage vor dem Abflug macht sich Stress breit. Ständig geht ihr durch den Kopf: Bloß nichts vergessen! Sonnenbrille, Stadtführer und jemand, der nach den Blumen schaut. Überall liegen Zettel im Haus verteilt, was vor der Abreise noch alles zu tun ist. Eine innere Stimme treibt sie an: „Wenn du dich im Urlaub entspannen willst, musst du noch dieses und jenes tun!“.

Zwei Frauen, die verreisen. Unterschiedlicher könnten sie nicht sein. Während Martina sich gedanklich auf die neuen Eindrücke und Erlebnisse der Reise einschwingt, fokussiert sich Sabine auf alles, das sie entweder nicht vergessen darf oder die noch unbedingt getan werden müssen. Wer von den beiden wird sich im Urlaub besser entspannen können?

Sabine fokussiert sich auf die Probleme in der Welt. Typischerweise sind ihre Gedanken von diesen Fragen durchflutet:

  • Habe ich auch nichts vergessen?
  • Was, wenn wir uns verfahren?
  • Was, wenn wir einen Unfall mit dem Leihwagen haben?
  • Ist meine Auslandskrankenversicherung noch gültig?
  • Was tue ich, wenn unser Flug Verspätung hat?

Martina stellt sich hingegen andere Fragen und konzentriert sich damit auf Lösungen:

  • Wenn ich in Marrakesch bin, was werde ich brauchen?
  • Was kann ich alles entdecken?
  • Wie halte ich meine Erlebnisse am besten fest?
  • Welches schöne Buch lese ich auf der Reise?
  • Wer war schon mal in Marrakesch und kann mir ein paar wertvolle Tipps geben?

Welche Folgen haben meine Gedanken auf mein Handeln?

Die Fragen, die wir uns stellen oder allgemein unsere Gedanken prägen unser Tun, unsere Entscheidungen und letztlich das, was wir von der Welt sehen. Wenn ich jetzt nicht an einen rosa Elefanten denken soll, fällt es mir schwer, mir etwas anderes vorzustellen. Denke ich also in Problemen, sind Schwierigkeiten vorprogrammiert. Wenn ich Angst habe, im Urlaub krank zu werden, wäre es tatsächlich ratsam, seine Auslandskrankenversicherung zu checken.

Der Gedanke daran, meinen kühlen Drink am Strand genießen zu können, lässt mich den warmen Sand bereits jetzt zwischen den Zehen spüren. Ich konzentriere mich darauf, was ich erleben werde, was ich später zu Hause erzähle und welche Erinnerungen ich für immer genießen kann.

Der große Unterschied ist, dass Sabine durch den Problemfokus keinen Freiraum schafft für Schönes, Neues, Leichtes. Sie fragt sich nur, was alles passieren kann. Erfahrungsgemäß wird ihr Einiges davon tatsächlich zustoßen, denn sie ist ja bestens darauf vorbereitet. Martina stellt sich auf das Positive ein. Ihr Blick ist frei. Wenn etwas Unvorhergesehens geschieht, vertraut sie darauf, dass sie und ihr Mann die für sie richtige Entscheidung treffen werden.

Meine 5 Tipps für ein entspanntes Reisen

Tipp 1 – Verändere deinen Fokus

Stelle dir positive Fragen. Nicht „Hab ich was vergessen?“ sondern „Was werde ich brauchen?“. Bei einem Städtetripp weißt du, dass du bequeme Schuhe brauchst, einen Stadtführer und Sonnencreme. Schreibe die Dinge auf eine Liste. Kurz vor der Abreise hast du dann alles auf einem Zettel gesammelt und kannst ruck zuck einpacken. Fertig.

Tipp 2 – Befreie dich von Ballast

Früher habe ich mindestens die Hälfte meines Gepäcks im Urlaub nicht einmal angefasst. Frage dich beim Packen: Was werde ich w i r k l i c h brauchen? So einfach kannst du dich von unnützem Ballast befreien und im warsten Sinne des Wortes bequem verreisen. Umgekehrt, überlege dir, mit welchem Mitbringseln du jemanden echte Freude bereitest. Deine Nachbarin ist so nett und gießt deine Blumen? Anstatt eine Flasche Olivenöl mitzubringen, schicke ihr lieber eine Postkarte mit typischen Pflanzen deines Reiselands und richte Grüße an Fikus und Co. aus.

Tipp 3 – Schau auf die schönen Dinge

Jede Situation hat ihre gute Seite. Hat dein Flieger Verspätung, zücke dein Buch, dass du dir extra für die Reise gekauft hast. Da ist das Warten doch ein echtes Geschenk. Ein geplanter Ausflug fällt ins Wasser? Frage ein paar Einheimische vor Ort, was sie spontan an diesem Tag tun würden. Du wirst überrascht sein, welche netten Tipps in solchen Gesprächen auf dich warten.

Tipp 4 – Nimm es, wie es kommt

Jede Reise ist ein Abentuer. Du kannst nicht alles vorbereiten oder bis ins Detail planen. Lass dir Raum für Spontanes. Hat das im Reiseführer hoch gelobte Lokal geschlossen, ärgere dich nicht. Lass dich durch die Stadt treiben. Schaue, wo viel los ist oder sich die Einheimischen treffen. Das ist oft ein gutes Zeichen für eine leckere Küche.

Tipp 5 – Mache aus deiner Reise tolle Erinnerungen

Am einfachsten geht das sicherlich über Fotos. Halte das fest, an das du dich später gerne erinnern möchtest. Der Ausblick aus dem Hotelzimmer. Deinen Lieblingsort am Strand oder unter diesem wundervollen großen Baum. Achte auch auf kleine Details, wie das Namensschild am Frühstückstisch oder ein uriges Straßenschild am Ortsrand. Hast du etwas besonderes erlebt, überlege dir, wie du das in einem Foto für die Ewigkeit einfangen kannst.


Fazit

Unsere (positiven und negativen) Gedanken prägen unser Tun, unser Erleben und unsere Entscheidungen. Frage dich, was dir für deine Reise wichtig ist: Etwas Erleben und Entspannen oder einen Plan abarbeiten und Krankenheiten vorbeugen? Bist du ein Problemfokussierer oder ein Lösungsdenker?

Mit meinen 5 einfachen Tipps kannst du deinen nächsten Urlaub viel entspannter angehen. Geh deine Vorbereitungen mit Leichtigkeit an. So entsteht auch echte Vorfreude, denn du wirst es kaum erwarten können, alles Neue, Interessante und Spannende zu entdecken. Und für die Dinge, die mir Urlaub etwas ungeliebt daher kommen, denke ich an Herbert Grönemeier „Lache, wenn es nicht zum Weinen reicht.“

Hinterlasse heute doch mal einen Kommentar direkt unterhalb des Blogartikels. Trage deinen Name und deine Mailadresse ein und schreibe mir, wie du deinen Urlaub bisher vorbereitest. Bist du spontan, hektisch oder gehst du alle ganz in Ruhe an? Was ist für dich wirklich wichtig im Urlaub? Welchen Tipp hast du für meine Leser, wie sie sich im Urlaub ganz einfach entspannen können? Ich sage schon mal vielen Dank und freue mich, von dir zu lesen.

Ich wünsche dir einen wundervollen Urlaub. Entdecke deine Welt!

Herzliche Grüße schickt dir,

deine

Susanne Kumm

 

 

 

PS: Wenn du keinen Newsletter mehr verpassen möchtest, kannst du dich oben rechts für alle künftigen Beiträge registrieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*