• Die schönste Baustelle, die ich je fotografiert habe (Sagrada Familia)

    Fotografieren in BarcelonaDiesen Sommer war ich mit meinem Mann für ein paar Tage in Barcelona. Das Highlight dieses Städtetrips war mit Abstand die legendäre Gaudi-Kirche „La Sagrada Familia“. Seit fast 100 Jahren wird hier gebaut, was das Zeug hält. Die Baustellenakustik tut der Imposanz des Gebäudes jedoch nur wenig ab. Scharen von Besuchern tummeln sich vor, in und unter der Kirche – Kameras bleiben hier nur selten in der Tasche. Während Simon mit seiner digitalen Spiegelreflexkamera fotografierte, war ich ausschließlich mit meiner Kompaktkamera unterwegs.

    In diesem Blogartikel zeige ich dir unsere schönsten Motive und gebe dir ein paar Tipps, die du bei deinem Barcelona-Trip selbst ausprobieren kannst. Außerdem erfährst du, wie du die Sagrada Familia besichtigen kannst, ohne lange in der brütenden Hitze zu warten.

    Tipps zum Fotografieren in Barcelona

    Auf meiner persönlichen Liste der Top-Sehenswürdigkeiten in dieser großartigen Stadt belegt die Sagrada Familia alle Top-3- Plätze. Warum? Ganz einfach: Sie ist zum einen die beeindruckteste Kirche, die ich je betreten habe (noch vor dem Petersdom im Vatikan). Den zweiten Platz belegt sie wegen der umfangreichen Ausstellung unterhalb der großen Hallen. Hier kann man die fast hundertjährige Baugeschichte voll in sich aufsaugen. Der 3. Grund, weshalb mich die Sagrada Familia so beeindruckt, sind die unglaublich vielen Möglichkeiten, sie mit der Kamera zu erleben. Was dabei herauskam, zeige ich dir hier jeweils anhand von Beispielfotos:

    Distanzaufnahme

    Vor der Sagrada Familia stand der Park Güell auf unserem Ausflugsprogramm. Auf dem Weg zum höchsten Punkt des Parks kommt man an mehreren Aussichtspunkten vorbei. Einer davon bot einen wundervollen Blick auf die Kirche, die wir bald aus der Nähe sehen sollten. Das Einstiegsfoto zum Blogartikel (oben) lässt schon aus der Entfernung erkennen, welche Dimension dieses Monument annimmt. Achte bei der Aufnahme darauf, dass der Horizont gerade ist. Ein schiefes Meer sieht einfach nicht gut aus.

    Kompaktkamera vs. Weitwinkelobjektiv

    Am nächsten Tag ging es dann mit der U-Bahn zur Station „La Sagrada Familia“. Um die Kirche im Ganzen festzuhalten, musste ich ein paar Schritte laufen. Sowohl in der Breite als auch die aktuell vier sehr hohen Türme abzubilden ist mir erst mit einem gewissen Abstand von der anderen Straßenseite gelungen. Das Weitwinkelobjektiv von Simon hingegen ermöglicht es, aus der näheren Umgebung auch sehr große Gebäude aufzunehmen. Die Unterschiede zeigen dir diese beiden Aufnahmen:

    Sagrada Familia Kompaktkamera

    Sagrada Familia Spiegelreflexkamera

    Stürzende Linien und Größenverhältnisse

    Dieses Foto zeigt (mit Blick auf den Hauptaltar) wunderbar den Effekt stürzender Linien. Ganz einfach erklärt: Linien, die in der Realität parallel verlaufen, wie hier die Säulen, laufen auf dem Foto scheinbar auf einen Punkt zu. Dieser liegt hier außerhalb des Bildes irgendwo oberhalb der Kirche. Auch wenn viele Fotografen diesen Effekt mit einem Bearbeitungsprogramm korrigieren, finde ich ihn hier einen tollen Gestaltungseffekt.

    Ich wollte außerdem zeigen, wie hoch die Säulen zur Decke reichen (knapp 50 m) und habe ganz bewusst die Menschen als Größenvergleich mit aufgenommen.

    Sagrada Familia Stürzende Linien

    Hinweis: Innerhalb der Kirche gibt es Personal, das darauf achtet, dass die Touristen keinen Unfug machen. Was sie zum Beispiel nicht mögen, wenn man sich auf den Boden setzt oder die Kamera auf den Boden legt. Zum Fotografieren ist das ja manchmal ganz praktisch. Hinhocken war aber okay.

    Details aufnehmen

    Das ist tatsächlich ein Bild aus der Sagrada Familia! Genauer: die farbenfrohe Decke eines Seitenschiffs inklusive Beleuchtung. Die Farben kommen von den hunderten von farbigen Glaseinsätzen in den Fenstern.

    Sagrada Familia Details Farben

    Übrigens: Gerade beim Gestalten eines Reise-Fotobuchs machen sich solche Details wunderbar. Sie geben nicht nur dir, sondern jedem Betrachter einen besonderen Eindruck davon, was du auf deiner Reise alles entdeckt hast. Du darfst also überall auf Details achten wie zum Beispiel Fußböden, Fenster, Klinken, Muster, Formen und so weiter …

    Planen lohnt sich: Tickets reservieren

    Du kannst noch so bald aufstehen: Schon früh am Morgen zieht sich die Warteschlange vor dem Eingang durch die Straßen rund um die Kirche. Wir haben auf einen Tipp hin bereits am Vortag unsere Eintrittskarten online bestellt. Auf dieser offiziellen Seite hast du die Wahl zwischen Eintrittskarten „mit Guide“ (Person), „mit Audioguide“ (Gerät mit Kopfhörern) oder „ohne Guide“. Nachdem du dein gewünschtes Ticket gewählt hast, überlege dir, ob du auch auf einen der Türme hinauf möchtest. Der Aufpreis lohnt sich!

    Um dem Besucheransturm Herr zu werden, wählst du außerdem aus, zu welcher Uhrzeit du die Kirche / den Turm besichtigen möchtest. Je früher du das Ticket online buchst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du die Kirche und einen Turm ohne Zwischenwartezeit besuchen kannst. Wir haben zu kurzfristig gebucht, weshalb wir die Turmtour dieses Mal leider nicht machen konnten.

    Übrigens: In der Kirche waren Simon und ich allein über eine Stunde unterwegs. Mindestens genauso viel Zeit kannst du dir für die Ausstellung unter der Kirche einplanen. Da gibt es wahnsinnig viel zu entdecken!


    Fazit

    Barcelona habe ich vor mehr zehn Jahren das erste Mal besucht. Dennoch hat die Stadt mich auch dieses Jahr wieder gepackt. Ich weiß schon heute, dass ich in zehn Jahren wieder dort bin. Denn 2026 – zum 100. Todestag von Gaudì – soll sie vollendet werden. Ich bin sehr gespannt!

    Warst du selbst schon mal in Barcelona? Schreibe mir von deinem schönsten Ort oder was du Tolles erlebt hast. Ich freue mich auf deinen Kommentar direkt hier unterhalb des Blogartikels!

    ¡Saludos!

    deine

    Susanne Kumm

    PS: Vielen Dank an dich, lieber Simon, dass ich auch von dir ein paar Fotos in meinem Blog veröffentlichen durfte! Mehr Fotos von Simon findest du übrigens in seinem Blog.

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1 Antwort bisher.

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