3 gute Gründe, deinen Fotos einen Namen zu geben

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Einen Überblick in seinen Fotos zu behalten, ist nicht leicht. Heute zeige ich dir, wie du wie ein Kapitän das Steuer fest im Griff behältst. Rüste dich für die Fahrt durch dein Fotomeer. In einem der letzten Blog-Beiträge habe ich dir gezeigt, wie du bereits durch Anlegen von sinnvoll benannten Ordnern mehr Struktur in deinem Fotoarchiv schaffen kannst. Heute wollen wir uns anschauen, weshalb aussagekräftige Namen bei seinen Bildern so nützlich sind. Außerdem stelle ich dir ein Programm vor, das dir einen Großteil der Arbeit abnimmt.

Grund 1

Beginnen wir beim ersten Grund, weshalb du deinen Fotos Namen geben solltest. Hierfür gebe ich dir ein Beispiel aus dem Alltag eines Hobbyfotografen:

Micha war im Urlaub. Zurück zu Hause hat er alle Fotos von seiner Kompaktkamera auf den Laptop geladen. Er wundert sich dabei über die merkwürdigen Dateinamen, mit der die Fotos auf der Speicherkarte gespeichert werden, wie CIMG0340 beispielsweise. Der Name stört das die Motiv auf seinen Bildern natürlich nicht. Will er sich jedoch später die Fotos anschauen, ist er sich oft nicht sicher, ob das nun die Bilder der richtigen Reise sind. In der Detailansicht seines Explorers sieht er nur wilde Buchstaben- und Zahlenkombinationen.

Hier würde ihm im ersten Schritt helfen, wenn er den Ordner mit den Fotos entsprechend benennen würde. Das Jahr, das Reiseland und ähnliches eignen sich hier gut. Befindet er sich dann in diesem Ordner, kann er für eine grobe Orientierung eine andere Listeneinstellung einstellen. Große Symbole machen das Motiv über eine Miniaturansicht sichtbar.

Die Dateinamen geben dennoch keine Auskunft, wann und wo die Fotos aufgenommen wurden. Der 1. Grund für sinnvolle Dateinamen ist daher: Auf den ersten Blick erhälst du alle wichtigen Informationen

Mit diesem Dateinamen ist alles gesagt: 2015_04_02_Chicago_ CIMG0340

Man erkennt sofort, wann das Foto aufgenommen wurde (Jahr_Monat_Tag_) und wo es entstanden ist (Ort_). Da sich Micha auf seiner externen Festplatte immer eine Sicherung aller seiner Fotos angelegt, empfiehlt es sich, immer den originalen Dateinamen beizubehalten. Hat Micha versehentlich ein Foto auf seinem Laptop gelöscht, kann er sich anhand des ursprünglichen Namens das gelöschte Bild aus der Sicherung wiederherstellen.

Grund 2

Im Gegensatz zu Micha war Marianne nicht allein unterwegs. Sie und ihre Freunde haben mit verschiedenen Kameras und Handys fotografiert. Alle haben sich die Fotos nach der Rückkehr ausgetauscht. Nach dem Speichern aller Bilder auf ihrem Computer ärgert sich Marianne über das Durcheinander. Selbst die Sortierung nach Aufnahmedatum hilft ihr nicht weiter. Einer ihrer Freunde hat nämlich auf seiner Kamera vergessen, das Datum richtig einzustellen. Eine Ansicht aller Fotos in der chronologischen Reihenfolge ist für Marianne so nicht möglich.

Dabei schaut man sich doch bei der Urlaubsrückschau gerne einen Tag nach dem anderen an.

Der 2. Grund seine Fotos mit eindeutigen Namen zu versehen ist: Du siehst deine Fotos am Rechner immer in der gewünschten Reihenfolge

Das kannst du erreichen, in dem du auch hier Datum Aufnahme in den Dateinamen integrierst. Marianne möchte später gerne wissen, wer welches Foto aufgenommen hat. Daher gefällt ihr diese Systematik sehr gut:

2015_04_02_09-42-18_Madrid_ Marianne_CIMG0524

Datum, Uhrzeit, Aufnahmeort und Fotograf sind hierin integriert.

Die Uhrzeit in den Dateinamen aufzunehmen, ist eine elegante Lösung. Gerade, wenn mehrere Personen auf einer Reise fotografieren, erhält man so den tatsächlichen Ablauf. Es wäre sehr mühsam, jedes einzelne Foto von Hand umzubenennen. Das musst du auch nicht. Ich stelle dir noch einen nützlichen Helfer vor, der dir die meisten Arbeitsschritte abnimmt. Bevor du das erledigst, schauen wir uns noch den dritten Grund an.

Grund 3

Stefanie und Markus haben zu Hause einen gemeinsamen Laptop. Die Urlaubsfotos hat Stefanie nach einer Methode geordnet, mit der sie ihre Fotos auf Anhieb findet. Markus, der nur gelegentlich den Laptop nutzt, sucht Dateien lieber über die Suchfunktion.

Er ist froh, dass Stefanie den Urlaubsbildern immer eindeutige Namen vergibt. So kann er über den Suchbegriff Tokio alle Fotos ihrer letzten Reisen finden. Der 3. Grund ist demnach: Du findest deine Fotos schnell über die Suchfunktion


Mach es dir leicht!

Hast du nur ein paar Fotos oder viel Zeit, kannst du die Dateinamen manuell ändern. Dies geht über den Befehl der rechten Maustaste Umbenennen. Deutlich einfacher und schneller funktioniert das Umbenennen über eine Software. Diese sollte in der Lage sein, verschiedene Arbeitsschritte zu definieren wie Datum oder individuellen Text einfügen.

Empfehlen kann ich dir hierfür den Ant Renamer Download-Link. Diese Software ist kostenlos und die Bedienung schnell gelernt. In drei Schritten kommst du zu deinen gewünschten Dateinamen:

Schritt 1

Nach der Installation öffnest du den Ant Renamer. Über Einfügen lädst du dir die entsprechenden Fotos ins Programm. 20150404_Screen1

Schritt 2

Im Reiter Bearbeiten wählst du für das Einfügen des Aufnahmedatums die Aufgabe Benutze EXIF-Daten. EXIF-Daten sind alle Informationen eines Fotos, dass in den Eigenschaften gespeichert sind. Lasse den originalen Dateinamen bestehen. Das mit dem Pfeil markierte Symbol fügt den gewünschten Arbeitsschritt hinzu. Die Aufgabe kannst du nach dem Klicken am Ende des Fensters sehen.

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Schritt 3

Wechsel zurück in die Datei-Ansicht. Eine Vorschau deiner Änderungen kannst du über die Taste F5 aufrufen. Entspricht die Vorschau deinem gewünschten Dateinamen, kannst du über Go / Start die Verarbeitung der Aufgabe starten.

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Für das Einfügen eines Ortes oder anderen Informationen wählst du im Fenster Bearbeiten die Rubrik Zeichen einfügen. Auch für den speziellen Fall, dass jemand ein falsches Datum in seiner Kamera gespeichert hat, kann man dieses über diese Funktion überschreiben.

Der Ant Renamer bietet viele weitere vordefinierte Arbeitsschritte für das individuelle Benennen deiner Urlaubsfotos. Am besten ist es, du testest sie anhand von Beispielfotos.

Den größten Nutzen bieten solche Programme durch die stapelweise Verarbeitung. Sind also erst einmal die Arbeitsschritte für das Umbenennen definiert, kann die Software hunderte von Bildern in wenigen Sekunden nach deinen Wünschen umbenennen.


Fazit

Viele Menschen wissen um das Durcheinander in ihren Urlaubsfotos. Die wenigsten tun etwas dagegen. Heute hast du erfahren, welche Gründe dafür sprechen, seinen Fotos eindeutige Namen zu geben. Du findest deine Fotos leicht und bekommst auf den ersten Blick viele wichtige Informationen. Die Zeit, die du hier investierst, lohnt sich. Außerdem nehmen dir Programme wie der Ant Renamer meiste Arbeit ab. Sie können nämlich Bilder stapelweise verarbeiten.

Falls du noch mehr zum Thema Ordnung in deinen Urlaubsfotos wissen möchtest, lege ich dir mein neues e-book ans Herz. Endlich Ordnung in meinen Urlaubsfotos erscheint heute Abend bei amazon. In den ersten Stunden nach Veröffentlichung kannst du es dir für nur 0,99 Cent sichern – ein besonderes Geschenk für die ersten Leser. Hier geht’s direkt zum e-book

Wenn du heute zwischen 17 und 19 Uhr bestellst, kannst du dir ein weiteres Geschenk sichern. Mehr hierzu findest du in diesem Blogbeitrag.

Wie bekommst du Übersicht in deine Fotos? Hast du eine spezielle Methode? Ich freue mich über deinen Kommentar!

Genieße deine Urlaubserinnerungen.

Deine

Susanne_blau

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2 Responses so far.

  1. Marco sagt:

    Super interessanter Artikel!

    • Susanne sagt:

      Lieber Marco! Danke für dein Feedback. Was ist für dich so interessant? Das Tool oder überhaupt das Benennen der Fotos? Viel Spaß beim Ausprobieren 🙂 Liebe Grüße, deine Susanne

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