• 12 simple Tricks, wie du einzigartige Urlaubsfotos aufnimmst

    12 Tricks für UrlaubsfotosDeine letzte Reise liegt schon ein paar Tage zurück. Du bist wieder richtig zu Hause angekommen und gerade dabei, deine Urlaubsbilder anzuschauen. Deine Freunde kommen heute Abend zu euch und du freust dich schon, eure Erlebnisse zu teilen.

    Irgendetwas ist dieses Mal anders. Ganz gespannt lauschen eure Freunde und können es kaum erwarten, das nächste Bild zu sehen. „Wow! Das sieht ja klasse aus!“ Das Feedback zu euren Fotos ist großartig. Natürlich ist dir das selbst auch schon aufgefallen. Du hast dir auf dieser Reise ein paar Minuten mehr zum Fotografieren gegönnt. Du hast ganz bewusst Neues ausprobiert, korrigiert und Dinge festgehalten, an denen du sonst vorbei gegangen wärst.

    Genauso ging es mir, als ich anfing, bewusster zu fotografieren. Ich habe ich begonnen, auf das eine oder andere zu achten. In meinem heutigen Beitrag bekommst du ganz praktische Tipps: Insgesamt 12 simple Tricks, die du wirklich mit jeder Kamera oder mit deinem smartphone anwenden kannst. Lass dich inspirieren und freu dich schon heute auf deine tollen, einzigartigen Urlaubsfotos!

    Nutze schiedene PerspektivenTrick 1 – Nutze verschiedene Perspektiven

    Du hast es anvisiert, das Objekt deiner Begierde. Ganz egal, was du fotografierst, nimm das Motiv einfach mal aus unterschiedlichen Perspektiven auf. Geh in die Hocke, leg dich auf den Boden oder steige auf eine kleine Mauer. Du wirst sehen, ein und derselbe Gegenstand, Haus oder Strand sieht aus jeder Perspektive anders aus. Es entstehen andere Stimmungen, andere Details werden sichtbar (wenn du auf dem Boden liegst und flach über die Erde fotografierst) oder es entstehen einfach tolle Effekte.

    Trick 2 – Wähle das passende FormatWähle das passende Format

    Hochkant, schräg oder quer? Der Horizont, Personen(gruppen) oder einfach auf das draufhalten, was man gerade vor sich sieht: In der Regel entscheiden wir uns für das Querformat. Gebäude, Bäume oder Personen vor Objekten sehen wir oft schräg oder in der Hochkantvariante. Da die Entscheidung oft unbewusst getroffen wird, ändere das nächste Mal ganz bewusst das Format und lass dich von der Wirkung überraschen.

    Schreibe ein ReisetagebuchTrick 3 – Schreibe ein Reisetagebuch

    Wie blöd ist es, wenn du dir ein Foto anschaust und du nicht weißt: Wo habe ich das aufgenommen? Wie hieß die Person noch mal? Ein einfacher Trick, alle Informationen zu deinen Fotos zu sammeln, ist, es aufzuschreiben. Ein Büchlein, die Notizseiten im Reiseführer oder eine Sprachaufzeichnung in deinem smartphone: Überall kannst du Namen, Orte, Lokale oder deinen (neuen) Lieblingswein notieren. Hat deine Kamera eine GPS-Funktion? Bei vielen Geräten und smartphones kannst du einstellen, dass zu dem Bild auch die genauen Koordinaten aufgenommen werden.

    Trick 4 – Nutze andere LichtverhältnisseNutze bestimmte Lichtverhältnisse

    Es gibt zwei einfache Regeln, wenn es um das Thema Licht (und Schatten) bei deinen Urlaubsfotos geht:

    1. Fotografiere lieber in den „kühlen“ Stunden

    Was meine ich mit „kühlen“ Stunden? Vielleicht ist dir schon mal aufgefallen, dass in der Dämmerung überwiegend „blaues Licht“ vorhanden ist. Im Gegensatz dazu sind die Lichtverhältnisse über den Mittag sehr grell. Das erkennst du auch an besonders harten Schatten / Kontrasten auf deinen Fotos. Fotografierst du gerne draußen, Landschaften oder in der Stadt, halte dich für deine Lieblingsmotive am besten nah an den Stunden nach Sonnenauf- bzw. vor –untergang. Das sind die Stunden mit dem „kühlen“ Licht.

    1. Fotografiere immer MIT der Sonne (nicht gegen)

    Fotografierst du gegen die Sonne, verliert dein Foto Farbe und Kontrast. Das Motiv sieht verwaschen aus. Oder auf dem Bild überwiegt das grelle Sonnenlicht, wodurch dein Objekt ganz im Schatten verschwindet. Daher stelle dich am besten immer mit dem Rücken zur Sonne. Willst du Personen fotografieren, stellt euch alle seitlich zur Sonne. So ist niemand geblendet und alle Augen sind entspannt.

    Vollständige FotoausrüstungTrick 5 – Vollständige Fotoausrüstung

    Das ist wohl die beste Voraussetzung, um überhaupt Bilder zu machen. Packe also nicht nur deine Kamera in den Koffer. Prüfe, ob du auch volle Akkus, Ladegerät und eine leere Speicherkarte dabei hast. Planst du, auch spät abends oder nachts zu fotografieren, besorge dir ein kleines Dreibein-Stativ. Damit hast du auch in schlechten Lichtverhältnissen alles im Griff. Hier kannst du dir auch eine vollständige Checkliste für deine Fotoausrüstung herunterladen.

    Trick 6 – Fotografiere Themen oder FarbenThemen oder Farben fotografieren

    Das ist ein Trick für (noch) mehr Kreativität in deinen Urlaubsbildern. Halte zum Beispiel einen Tag lang alles fest, das gelb ist. Oder du fotografierst alle besonderen Türen, die dir ins Auge springen. Je nachdem, was du später aus deinen Urlaubsfotos machst, kannst du dir eine Bildergalerie, einen Fotokalender oder auch ein gerahmtes Bild mit vielen kleinen Motiven drucken lassen. Immer die gleichen unterschiedlichen Objekte oder Farben.

    Der Goldene SchnittTrick 7 – Setze den Goldenen Schnitt ein

    Kurz gesagt ist der „Goldene Schnitt“ ein Bildaufbau, der auf deinen Fotos für Harmonie sorgt. In der Praxis erkennst du das daran, wenn Motive nicht direkt mittig platziert sind. Bei sehr vielen Kameramodellen wird der „Goldene Schnitt“ in Form von Linien oder Punkten angezeigt, während du ein Motiv aufnimmst. Platziere für mehr Harmonie auf deinen Bildern Objekte auf den Linien oder an den Schnittpunkten von horizontalen und vertikalen Linien.

    Trick 8 – Mensch und Objekt richtig platzierenMensch und Objekt platzieren

    Die kleine Frau vor dem riesigen Eiffelturm. Menschen und Objekte auf einem Bild festzuhalten, kann eine Herausforderung sein! Manchmal werden da Füße „abgeschnitten“ oder es ist nur noch ein winziger Kopf an der unteren Kante des Bildes zu sehen. Das geht besser: Positioniere die Kamera einfach näher an der Person. Ziel sollte sein, dass Person und Objekt im Hintergrund etwa gleich viel Raum auf dem Bild einnehmen. Manchmal hilft auf die Perspektive von unten oder ein schräges Format.

    Prüfe Aufnahmen auf der KameraTrick 9 – Prüfe Aufnahmen auf der Kamera

    Stellst du zu Hause fest, dass das eine oder andere Motiv nicht gelungen oder sogar verwackelt ist, kann das schon mal sehr ärgerlich sein. Daher schaue dir direkt nach der Aufnahme die Fotos auf deiner Kamera an. Passt aus irgendwelchen Gründen nicht, dann lösche es und versuche es noch einmal. Oft kann man auf dem kleinen Kameramonitor nicht einschätzen, ob das Bild verwackelt ist. Daher nutze hierfür die Zoom-Funktion und vergrößere das Foto so weit, wie es geht. Nun kannst du Kanten optimal bewerten und hast ein knackig scharfes Foto sicher.

    Trick 10 – Kein BlitzVerzichte auf den Blitz

    Kennst du diese Bilder, in der dich Vampire mit zugekniffenen Augen anschauen? Wenn die Lichtverhältnisse schwierig sind (schummrig oder dunkel), geht bei vielen Kameramodellen automatisch der Blitz an. Das Ergebnis sind weiße Gesichter und schwarze Hintergründe. Prüfe, ob du an der Kamera manuell den ISO-Wert erhöhen kannst. Das ist die Lichtempfindlichkeit deines Kamerasensors. Je höher der ISO-Wert, desto mehr Licht (ohne Blitz) kann die Kamera für dein Motiv einfangen. Ansonsten gilt: Platziere die Person/en in eine hellere Umgebung.

    Finde geeignete MotiveTrick 11 – Finde geeignete Motive

    Es müssen nicht immer die klassischen Motive wie Strand, Blick ins Hotelzimmer, das leckere Abendessen sein. Halte immer deine Augen offen, wenn du im Urlaub unterwegs bist. Was ist typisch für das Land (Türen, Fahrzeuge, Tiere)? Was fällt dir ganz besonders auf? Woran willst du dich noch lange erinnern (ein Lokal, Deko, …) Viele Ideen für unterschiedliche Fotomotive findest du auch in meinem Reisefoto-ABC.

    Trick 12 – Beachte den HintergrundBeachte den Hintergrund

    Beim Fotografieren konzentriert man sich ja gerne auf sein Motiv. Du versuchst sicher auch, ein bestimmtes Objekt oder eine Person ins beste Licht zu rücken. Dabei darfst du ab jetzt auch auf den Hintergrund achten. Antennen, Bäume, Äste oder sonstige „Kopfgewächse“ kannst du so direkt bei der Aufnahme erkennen. Sie stören nur das Bild, vor allem dann, wenn der Hintergrund durch eine geringe Tiefenschärfe noch besonders detailreich ist. Verändere ganz leicht deine Position (bei Gebäuden) oder sag der Person, sie kann noch einen kleinen Schritt zur Seite gehen und schon sind alle Störfaktoren behoben.


    Fazit

    Das Fazit fällt heute aus. Schnapp dir die Kamera und geh hinaus in den Sommer (die große Hitze ist erst mal vorbei). Ich bin mir ziemlich sicher, dass du heutiges einiges Neues erfahren hast. Da freue ich mich mit dir!

    Hast du noch andere Tricks auf Lager? Was hast du vielleicht schon einmal selbst ausprobiert? Wozu hast du eine konkrete Frage? Ich freue mich auf deinen Kommentar am Ende dieses Blogartikels!

    Erlebe deine Welt (jetzt auf noch tolleren Bildern!),

    deine

    Susanne Kumm

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2 Antworten bisher.

  1. David Goebel sagt:

    Danke für die Tipps. Die sind super und ich kann sie in 14 Tagen bereits umsetzen.

    Kommen also genau zur passenden Zeit.

    Viele Grüße,
    David

    • Susanne sagt:

      Na das freut mich ja, lieber David! Dann wünsch ich dir eine ganz tolle Reise und natürlich viele schöne Urlaubserinnerungen 🙂
      Herzliche Grüße schickt dir,
      deine Susanne

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