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Die wichtigste Reise meines Lebens

Reise zu dir selbstHeute begeben wir uns auf eine ganz besondere Reise. Es ist eine Reise an einen Ort, den wir beide kennen, schon seit unserer Kindheit. Dennoch kommt er uns manchmal so fremd vor, als würden wir ein Buch in einer anderen Sprache lesen. Manche Menschen kennen den Weg dorthin genau. Sie schreiten zielstrebig und selbstsicher voran. Andere gehen Umwege, halten inne, verlaufen sich oder kehren wieder um. Komm mit! Wir schauen gemeinsam, welche die spannendste, einmaligste und wichtigste Reise unseres Lebens ist. Du liest außerdem, welche drei Dinge mir noch heute dabei helfen, auf diesem Weg zu bleiben.

Wie alles begann …

Seit ich mich zurück erinnern kann, haben wir jedes Jahr einen Familienurlaub gemacht. Wir, das sind meine Eltern, meine Schwester und ich. Wir wohnten damals in Berlin. So war es im Sommer nie weit an die Ostsee. In die Berge fuhren wir gerne im Winter zum Skifahren oder auch zum Wandern. Meine Füße trugen mich dabei durch den Harz, Bayern und die Schweiz.

Zusammen mit unserem Familienhund sind wir ausschließlich mit dem Auto unterwegs. Damals nahmen meine Eltern mit Kindern und Hund nicht mehrere Tage für Anreise und Abreise in Kauf. Da bin ich ganz dankbar. Dennoch habe ich mir immer gewünscht, in die Ferne zu reisen. Es zog mich irgendwie weg. Raus aus Berlin, raus aus der Stadt.

Mit 18 tat ich dann meinen entscheidenden ersten Schritt. Ich zog etwa 700 km in den Süden nach Tübingen. Alles neu. Die beste Gelegenheit, mich vollkommen selbständig zu erproben. Zwei Jobs, eine Partnerschaft und ein neuer Freundeskreis bestimmten mein neues Leben. Damals arbeitete ich hart, lange und ohne auf mich und meine Gesundheit zu achten. Hektik, Stress und Aktivitäten der Jobs haben mich beschäftigt und gleichzeitig von mir entfernt. Die Entschädigung hierfür bekam ich Monat für Monat auf mein Bankkonto überwiesen …

Vom Äußeren ins Innere

Ich konnte mir etwas leisten. Zwei wundervolle Reisen brachten mich weiter weg, als je zu vor. Das erste Mal Asien, danach ging es nach Afrika. Ich habe es unglaublich genossen und mich von den Strapazen des Alltags gut erholt. Wieder zurück jedoch brauchte es nur wenige Tage und mein Lebenskonto stand wieder fett in den Miesen. Äußerlich schien alles gut, doch so langsam begann in mir etwas zu reifen.

Es war ein schleichender Prozess. Er begann vor etwa acht Jahren. Ich erinnere mich, dass ich das erste Mal in einem Yoga-Seminarhaus war. Ein Wochenende der extremen Entschleunigung. Was ich äußerlich erlebte, war neu für mich: Frühstück ohne Kaffee, kein Internet und „Urlaub“ mit extrem schlechten Wetter irgendwo im Teutoburger Wald. Auf meinem Nachttisch stand ein Wecker, der mich jeden Tag zur Morgenmeditation weckte. Hier fand ich ein angenehme, tiefe Ruhe. Das ware der erste Schritt auf meinem Weg in mein Innerstes. Ungewohnt. Ich wollte mehr davon.

Heute weiß ich, ich hatte meine Koffer für die wichtigste Reise meines Lebens gepackt: die Reise zu mir selbst. Das erste Mal erlebte ich, dass ich auf einer Reise nicht nur etwas von der Welt entdecken kann. Gleichzeitig, oder besser gesagt im Yoga-Urlaub hauptsächlich, habe ich mir Zeit für mich genommen. Wie geht es mir? Was brauche ich? Was ist zu viel, zu fremd oder tut mir nicht gut? Diese Fragen und neuen Erfahrungen nahm ich natürlich mit nach Hause. Einen Baustein nach dem anderen habe ich dann in meinen Alltag integriert. Am Ende des Artikels kannst du lesen, welche Rituale und neue Gewohnheiten bis heute feste Bestandteile in meinem Leben sind.

Brauche ich Urlaub oder eine Reise?

Eine Sache ist zum Beispiel die Frage: Was brauche ich? Ist mir nach einer Auszeit oder steht das Thema Verreisen an, ist diese Frage sehr nützlich. Auch wenn du bei mir die beiden Begriffe normalerweise in der gleichen Bedeutung liest, lass mich an dieser Stelle einen Unterschied zwischen einem Urlaub oder einer Reise machen. Urlaub ist Erholungszeit für mich. Hierzu muss ich nicht zwangsläufig an einen anderen Ort fahren. Achtsam beobachte ich mich und entscheide, was in diesem Augenblick das Richtige für mich ist. Bei einem langen Spaziergang, einem Tag in der Therme oder auch ein Wochenende bei meinen Eltern kann ich meine Akkus schnell auftanken.

Im Gegensatz dazu bin ich auf einer Reise wie ein trockener Schwamm: Ich sauge alles Neue auf, was mir über den Weg läuft. Reisen ist für mich Entdecken, Erleben, Anfassen, Ausprobieren und meine Komfortzone zu verlassen: Ich bestelle mein Frühstück auf Italienisch, auch wenn ich die Sprache gar nicht beherrsche. Ich frage Einheimische, was sie an diesem Tag tun würden, wenn sie frei hätten. Oder bist du in einer neuen Stadt einfach mal ohne Karte jeder grünen Ampel gefolgt?

Im Idealfall ergänzen sich Urlaub und Reisen natürlich. Da das bei mir früher nicht so war, weiß ich es heute umso mehr zu schätzen. Ich merke, je besser ich weiß, wo ich im Leben stehe, desto gelassener kann ich das Fremde dieser Welt entdecken, erleben und genießen – egal ob Menschen, Unwegbarkeiten oder spanische Zugfahrpläne.

Finde den Weg zu dir

Ich kann mich voll und ganz auf einer Reise entfalten und das Land entdecken, wenn ich in mir selbst Ruhe finde. Wenn du dich auch auf diesem Weg befindest, kennst du schon die eine oder andere Art, in dich hinein zu hören. Für mich sind im Laufe der Jahre diese Rituale und Wege wichtig geworden. Sie geben mir Orientierung und sind hoffentlich auch für dich eine Bereicherung:

Ruhe im Alltag

Jeder Tag ist ein wertvoller Tag in unserem Leben. Nur weil ein paar davon „Urlaubstage“ heißen, sind sie deswegen nicht bedeutender, als andere. Suche dir in deinem Alltag Ruhepunkte, an denen du eine Auszeit nehmen kannst. Fühlst du dich müde oder gestresst, begebe dich an einen dieser Orte. Atme hier tief durch und lasse deine Gedanken an dir vorüber ziehen. Jeden Tag, bevor ich in die Mittagspause gehe, mache ich eine 15 minütige Meditation. Meistens geführt über ein Youtube-Video. So gehe ich mit einem freien Kopf in die Pause.

Körper und Seele im Einklang

Yoga und Meditation waren für mich die ersten Schritte auf der Reise zu mir selbst. Auch heute sind sie wichtiger Bestandteil in meinem Tagesrhythmus. Ich habe gemerkt, dass ich mich auch gerne sehr aktiv bewege und so gehe ich gerne Joggen und mache Fitnesstraining (ohne Geräte) zu Hause im Wohnzimmer. Bewegung und Ernährung sind für mich zwei Dinge, die Hand in Hand durchs Leben gehen. Je mehr Aktivität in mein Leben einzog, desto bewusster habe ich gekocht und mit noch mehr Freude gegessen. Heute ernähre ich mich vegetarisch und weitestgehend vollwertig.

Bleib‘ dir treu – auch auf Reisen

Ich liebe bequeme Betten, eine frische Dusche nach einem heißen Tag und ein netten Plausch mit dem Kellner beim Abendessen. Einen großen Gefallen würde ich mir mit einer geführten Tour auf den Kilimandscharo wohl aktuell nicht tun. Kommt jedoch der Tag, an dem ich Lust auf dieses Abenteuer habe, werde ich es tun. (Das geht dann auch ohne Beschwerde über die Nacht im Zelt.) Ich finde es unglaublich spannend, wenn Freunde oder Kunden ihre Reisegeschichten erzählen. Dann lausche ich gespannt, was sie erlebt haben. Über Fragen finde ich heraus, ob die Kombination aus „Worauf will ich nicht verzichten?“ und „Was kann ich Neues erleben?“ für mich stimmig ist und finde so vielleicht mein neues Reiseziel.


Fazit

Die wichtigste Reise meines Lebens ist die Reise zu mir selbst. Diese Erkenntnis habe ich nach einigen Stolpersteinen meines Lebens gewonnen. Ich bin froh, um jede Erfahrung, die ich auf diesem Weg machen konnte. Oft sehen wir erst im Nachhinein, welchen Nutzen manche Erlebnisse für uns persönlich haben. Ich jedenfalls durfte eine wichtige Erfahrung machen: Je größer die Ruhe in mir selbst ist, desto gelassener kann ich auf das Leben und die Welt reagieren. Das ist mein Fundament, mich persönlich zu entwickeln und zu wachsen. Mehr noch: Ein tiefes Vertrauen in mich selbst ermöglicht es, diese wunderbare Welt da draußen zu entdecken.

Hast du auch schon ein Ticket für die wichtigste Reise deines Lebens gebucht? Was hast du in deinem Koffer dabei? Wie erlebst du dich, wenn du unterwegs bist? Schreibe mir deinen Kommentar unter diesen Blogartikel und ich werde dir auf jeden Fall darauf antworten.

Von Herzen schöne Grüße,

deine

Susanne Kumm

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One Response so far.

  1. […] wenn es in dem Film eher um die wichtigste Reise seines Lebens geht (darüber habe ich hier schon mal geschrieben), finde ich es sehr gelungen, wie man an Kultur- und Sprachbarrieren hängen […]

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