• Kleine Geschichten von unterwegs … Zanzibar

    Stone Town ZanzibarVon allen Ländern, die ich bisher bereist habe (es dürfen ja gerne mehr werden!), ist die große Insel vor Tansania eine Welt, die sich von meinen Gewohnheiten und meinem Alltag am stärksten unterscheidet: Zanzibar mit ihrer Hauptstadt Stone Town. Neben der Sprache, Religion, Architektur, Infrastruktur gab es einfach so viel Neues zu entdecken. Ich erinnere mich noch heute, wie irritiert ich zurück nach Deutschland kam: alles so hektisch und aufgeräumt. Hier fotografieren zu dürfen war für mich umso mehr etwas ganz Besonderes. Ein paar meiner Erlebnisse möchte ich dir gerne in meiner Reihe Kleine Geschichten von unterwegs … erzählen. Du findest außerdem Tipps für deine eigenen Urlaubsbilder und nützliche Links, wenn du selbst mal nach Zanzibar reist.

    Die erste Nacht

    Muezzin Stone Town RamadanNach dem ersten Rundgang durch die kleinen Gassen der Hauptstadt kamen wir abends ziemlich erschöpft zurück ins Hotelzimmer. Die Zimmer waren gemütlich, kühl und ein frischer Jasminduft durchzog die Luft. Diese Kombination war einfach umwerfend. Vor allem den intensiven Geruch der Jasminblüten werde ich nie vergessen. Ich kann mich erinnern, dass ich ziemlich wilde Dinge geträumt habe in der ersten Nacht. Morgens beim Frühstück fragte ich die Mitreisenden, ob sie auch Stimmen und Gesänge gehört hätten. Schnell stellte sich heraus, dass zum Sonnenaufgang der Muezzin zum Gebet rief. Da wir während des Ramadan auf Zanzibar waren, war das gleichzeitig der Beginn des Fastens. Erst bei Sonnenuntergang wurde wieder getrunken und ausgiebig gegessen.

    Visit Zanzibar: Travel Guide Zanzibar

    Hotel: Zanzibar Coffee House

    Muezzin-Ruf: „Call for Prayer“ Stone Town

    Weihnachtsduft wächst am Baum

    Für einen halben Tag buchten wir eine Tour zu den Schätzen der Insel: Pfeffer, Nelken, Vanille, … Auf einer Farm suchten wir an Bäumen und Sträuchern die Gewürze, die wir zu Hause nur aus abgepackten Tüten kennen. Während wir uns langsam zum Mittagessen aufmachten, blieben wir an einem riesigen Baum stehen – es duftete herrlich. Unser Guide nahm seine Machete und schälte etwas Rinde ab. Sobald ich das Stück in den Händen hielt, war klar: das ist Zimt. Zwar riecht er feucht und frisch vom Baum noch nicht so stark, wie getrocknet, aber dennoch ist der Geruch unverkennbar.

    Ausflug: Zanzibar Spicetour

    Schätze aus dem Meer

    Seestern Zanzibar Nungwi BeachZum Ende der Reise ging es Richtung Norden. Wir haben hier ein paar ganz persönliche Spuren hinterlassen. Aber auch dieses Erlebnis bringt mich heute noch zum Schmunzeln: Hinter dem Hotel sehen wir ein paar einheimische Frauen mit kleinen Netzen durch das türkisblaue Wasser laufen. Sie waren offensichtlich erfolgreich, denn ihre Körbe auf dem Rücken füllten sich. Wir gehen am Strand entlang und beobachten, wie eine von ihnen etwas durch den Sand rollt. Sie erzählt uns stolz, dass sie einen Oktopus gefangen hat (Oktopus gehört unbedingt zur regionalen Küche). Damit dieser nach dem Garen schön zart bleibt, müsste man ihn eine Weile durch den Sand rollen. „Heute Abend gibt es panierten Oktopus.“, sagte ich in die Runde. Denn genau so sah er aus. Geschmeckt hat uns Oktopus übrigens schon in Stone Town in den Forodhani Gardens. Über 20 Garküchen bieten für kleines Geld nicht nur den Einheimischen die bunte Vielfalt der regionalen Küche. Übrigens: Der Seestern war nur zum Angucken und Fotografieren!

    Rezept: Zanzibar Octopus

    Regionale Küche genießen: Forodhani Gardens

    Der frühe Vogel fängt das Foto

    Zanzibar Nungwi Beach SunEine Nacht blieben wir am Nungwi Beach. Die weiteren Terrassen des Hotels ragten über das Meer und man blickte direkt gen Osten. Das ist der perfekte Ort für schöne Fotos vom Sonnenaufgang, dachte ich mir. So stand ich am nächsten Morgen kurz nach fünf auf und kletterte hinauf aufs Dach unserer Unterkunft. Die Sonne schob sich schnell aus dem Meer. Eine große Wolke versperrte mir kurz darauf den Blick. Ich habe mich nicht geärgert, sondern den Moment abgepasst, in dem die Strahlen den Himmel so richtig zum Leuchten bringen.

    Zanzibar Nungwi Beach SunIn dem Video „Richtige Lichtverhältnisse“ habe ich dir was zum Fotografieren am Abend oder am Morgen erzählt (die „blaue Stunde„) erzählt. Auf diesem Foto du, wie das Licht direkt nach Sonnenaufgang auf deinen Fotos wirkt. Lange Schatten und ein kühles blaues Licht bringen Stimmung in das Bild.

    Hotel: Mnarani Beach Cottages

    Sonnenauf- und -untergänge: Sunrisesunset

    Hast du Tipps, Infos oder lustige Geschichten von deiner Reise auf Zanzibar? Teile sie mit uns! Ich freue mich auf deinen Kommentar hier unter dem Blogartikel.

    Kwa Heri (Suaheli: Auf Wiedersehen),

    deine

    Susanne Kumm

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