• Welche Kamera passt zu mir – Teil 2: Zeit

    20150802_Welche Kamera passt zu mir_2_ZeitIm vergangenen Jahr wurden weltweit mehr als 40 Millionen digitale Kameras gekauft. Welche Kriterien beim Kauf einer neuen Kamera relevant sind, möchte ich dir in meiner Blogreihe „Welche Kamera passt zu mir?“ vorstellen. Heute erfährst du, wie wichtig das Thema Zeit hierbei ist.

    Zeit ist ein wichtiges Kriterium in unserem Leben. Nicht umsonst habe ich die Blogparade Endlich Zeit finden für dich gestartet. Es geht heute jedoch nicht darum, wie du am schnellsten deine Kamera bestellen oder beim Elektrofachgeschäft kaufen kannst. Wir wollen gemeinsam herausfinden, wofür du dir Zeit nehmen möchtest (und wofür nicht) und wie wichtig dir überhaupt das Thema Zeit ist:

    Die essentielle Frage

    Du könntest dich fragen „Was kann die Kamera?“. Das gibt dir jedoch nicht die Antwort darauf, was du an Wissen mitbringst bzw. wie viel Zeit du bereit bist, in die Kameratechnik zu stecken. Aus meiner Sicht ist daher die essentielle Frage beim Kauf einer Kamera:

    Wie viel Zeit möchte ich in das Verstehen und Bedienen der Kamera investieren, damit ich schöne Bilder aufnehmen kann?

    Warum ist das die wichtigste Frage? Je besser und intuitiver du deine Kamera bedienen kannst, desto mehr Freude wirst du die kommenden Jahre beim Fotografieren haben. Viele kaufen sich „die beste“ (meistens Spiegelreflexkamera) Kamera, wobei die nicht der Garant für „die besten“ Fotos sind. Das Wissen um die Fototechnik ist hierbei entscheidend. Um das aufzubauen, braucht es einfach seine Zeit und viel Übung.

    Keine Angst! Du musst für gute Fotos keine paar Jahre warten! Wenn du weißt, wie viel Zeit du in die Fototechnik investieren willst, kannst du dir hierzu die geeignete Kamera aussuchen. Es gibt für alle Anforderungen die richtige Kamera auf dem Fotomarkt.

    Das war jetzt allerdings nicht die einzige Frage zum Thema Zeit. Auch diese drei sind relevant, wenn du deine passende Kamera ausfindig machen willst:

    • Wie viel Zeit benötigt es, um eine vollständige Fotoausrüstung zusammenzustellen?
    • Wie flexibel bin ich vor Ort, bis die erste Aufnahme „im Kasten“ ist?
    • Wie lange dauert die Nach-/Bildbearbeitung?

    Lass mich dir an dieser Stelle einen kurzen Überblick, welche Kameraklasse es überhaupt gibt:

    Kurze Einführung in die Kameraklassen

    Ganz grob gesagt, gibt es vier Kameraklassen:

    1. Handykameras (Mittel- bis Oberklasse)
    2. Kompaktkameras
    3. Systemkameras
    4. Spiegelreflexkameras

    Schauen wir uns die beiden „Extreme“ an (1. und 4.), kannst du am einfachsten sehen, worin sich diese Kameraklassen in puncto Zeit unterscheiden:

    Wie lange brauche ich, um meine Kamera bedienen zu können?

    Handykamera: Ich schätze mal höchsten 15 Minuten
    Spiegelreflexkamera: Hier darf man ruhig ein paar Jahre rechnen, wenn man neu einsteigt.

    Wie viel Zeit benötigt es, um eine vollständige Fotoausrüstung zusammenzustellen?

    Handykamera: Handy eingepackt. Fertig.
    Spiegelreflexkamera: Je nach Ordnung im Fotoschrank etwa 30 Minuten.

    Wann habe ich die erste Aufnahme „im Kasten“?

    Handykamera: In ein paar Sekunden
    Spiegelreflexkamera: In ein paar Minuten.

    Wie lange dauert die Nach-/Bildbearbeitung?

    Handykamera: Die Fotos sind in der Regel „fertig“ auf dem Handy und werden vielleicht sogar automatisch in eine Cloud kopiert.
    Spiegelreflexkamera: Für einzelne Bilder kann man schon mal 10 Minuten pro Bild rechnen.

    Was ist mit 2. und 3.? Die Klasse „Kompaktkamera“ geht in Sachen Zeit in Richtung Handykamera, auch wenn die Technik hier schon deutlich komplexer sein kann. Die Systemkamera ist ein Mix aus einer Kompakt- und Spiegelflexkamera.

    Ja aber …

    Höre ich dich gerade fragen: Weshalb fotografiert nicht einfach jeder nur noch mit dem Handy, das geht doch am schnellsten? Am flexibelsten ist man tatsächlich mit der Handykamera. So gut wieder jeder hat es immer dabei und die Bedienung ist kinderleicht. Das ist genau der Grund, weshalb es diese Blogreihe gibt, denn auch diese drei Punkte sind wichtig, wenn du wirklich schöne Urlaubsbilder mit nach Hause bringen möchtest:

    • Getreue Wiedergabe des Motivs in allen Aufnahmesituation
    • Die Freude daran, kreativ zu fotografieren
    • Alle Möglichkeiten haben, die Bilder später nachbearbeiten zu können

    Alle drei Punkte sind mit einer Handykamera nicht immer gegeben. Hierfür braucht es – ja genau – Zeit, um sich sowohl in die Kameratechnik einzufinden als auch die richtige Ausrüstung einzusetzen.

    Nimm dir Zeit für das Thema Zeit

    Hast du beim Lesen darüber nachgedacht, wie das bei dir ist? Womit fotografierst du aktuell? Wie viel Zeit hast du übrig für das Fotografieren (gerade im Urlaub)? Ich werde dir die verschiedenen Kameraklassen inkl. Varianten später noch genauer vorstellen. Heute ist es erst einmal wichtig, dass du erkennst, dass Zeit ein wichtiges Kriterium ist. Nimm dir also etwas davon, wenn du dich für eine neue Kamera entscheidest. Du möchtest ja für die kommenden Jahre einen treuen Begleiter auf Reisen an deiner Seite wissen. Es lohnt sich!

    Ein wichtiger Tipp

    Egal, welche Kamera du jetzt oder künftig einsetzt: Je besser und intuitiver du sie bedienen kannst, desto besser werden (schon jetzt) deine Fotos. Ob das nun die verschiedenen Modi deiner Handykamera sind oder nützliche Einstellungen wie Hilfslinien an deinem Kameramonitor. Mit ganz einfachen Mitteln kannst du mehr aus deiner Kamera herausholen. Das heißt auch, je mehr Zeit du dir für das Kennenlernen einer neuen Kamera einrechnest, desto mehr Freude wirst du von Anfang an beim Fotografieren haben.

    Eine Übersicht

    Je nach Kameraklasse, brauchst du unterschiedlich viel Zeit. Sowohl kurzfristig beim Kennenlernen, als auch langfristig in der Bedienung, Ausrüstung und Bildbearbeitung:

    Handykameras                 ++
    Kompaktkameras             +
    Systemkameras                –
    Spiegelreflexkameras     —

    ++ sehr wenig; + wenig; – viel ; — sehr viel

    Bei der Bewertung habe ich die Annahme getroffen, dass du möglichst die besten Fotos machen möchtest, die mit deiner Kamera möglich sind.

    Wie du deine Bedürfnisse erkennst

    Notizblatt Welche Kamera passt zu mir ZeitWillst du deine Bewertung der Zeit-Kriterien festhalten? Dann nutze dieses Notizblatt, dass ich für dich erstellt habe: Welche Kamera passt zu mir? – Zeit Im Laufe der Blogreihe werde ich alle relevanten Kriterien hierin ergänzen. Du kannst deine individuellen Anforderungen an deine neue Kamera hierin dokumentieren. Wenn es soweit ist und du eine neue Kamera kaufen möchtest, hast du alles Nötige zusammen.


    Hier geht es zu Teil 1 der Blogreihe Welche Kamera passt zu mir? – Teil 1

    Hier geht es zu Teil 3 der Blogreihe Welche Kamera passt zu mir? – Teil 3: Kameraklassen

    Hier geht es zu Teil 4 der Blogreihe Welche Kamera passt zu mir? – Teil 4: Größe und Gewicht


    Fazit

    Du siehst nun, wie wichtig das Thema Zeit ist, wenn es um die Entscheidung für eine (neue) Kamera geht. Der Kauf selbst und einrichten der Kamera ist im Nu erledigt. Wie lange du mit deiner Kamera Freude hast, liegt vor allem daran, wie viel Zeit du in die vollständige Bedienung, die Fototechnik selbst und vielleicht auch die anschließende Bildbearbeitung investieren möchtest.

    Im Laufe der Blogreihe Welche Kamera passt zu mir? werden wir uns mit vielen weiteren Kriterien auseinandersetzen. Wie relevant sie für jeden sind, ist sehr individuell. Daher habe ich für dich dieses Notizblatt erstellt. Lade es dir einfach herunter und du kannst deine persönlichen Bewertungen hierin festhalten.

    Deine Fragen: Brennt dir gerade etwas unter den Nägeln? Was möchtest du wissen oder auch den anderen Bloglesern mitteilen? Das kannst du entweder über einen Kommentar direkt am Ende dieses Blogartikels, auf facebook.com/emotures oder du schreibst mir eine Nachricht an susanne@emotures.de und ich werde hier oder in einem nächsten Blogartikel darauf eingehen. Lass uns teilhaben an deinen Gedanken. Ich freue mich drauf!

    Mach das beste aus deiner Zeit!

    Deine

    Susanne Kumm

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1 Antwort bisher.

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